HOMILÍA
HOMILIE IN DER HEILIGEN MESSE DES VII. SONNTAG DER ORDENTLICHEN ZEIT
Lesungen: 1 Sam 26,2.7-9.12-13.22-23
1 Kor 15,45-49
Lk 6,27-38
Lieber Pater Fauser, Geistlicher und pastoraler Betreuer der deutschen katholischen Gemeinde von Roquetas de Mar;
Liebe Brüder und Schwestern,
Gestatten Sie mir, al Bischof der katholischen Kirche in Almería, sehr herzlich Sie grüssen. Ich hatte von Anfang an die Absichtso, eine pastorale Besucht so bald wie möglich zu leisten, als ich davon bewusst wusste, dass ich in Roquetas de Mar bei uns eine so grosse deutsche kastholische Gemeinde zeitlich lebt und wohnt. Den Herrn Pater Fausser habe ich sehr bald kennengelehrt und wir haben uns in verschiedenen Treffen und Veranstaltungen der Geistlichen in Almería unterhalten. Endlich, kann ich heute hier in der Pfarrei de la Santísima Virgen del Mar, in Las Marinas, für Ihnen die heilige Messe feiern; und ich freue mich sehr darüber, dass wir uns hier im Raum der Paferrei treffen können.
Ich hoffe Sie zufrieden und froh sind, bei uns zu leben. Ich kann Ihnen heute sagen, dass wir mit der Hilfe Gottes nicht zu spät die neue Pfarrkirche Virgen de los Vientos bauen werden, in der auch die deutsche katholische Gemeinde sein Haus haben wird. Zur Zeit sind wir in Gespräch mit den Bürgermeister un mit den Behörden von Roquetas und auch zugleich mit der Vertreter der deutschen Bischofskonferenz. Sie können uns helfen, dieses Ziel zu erreichen. Als christliche Gemeinde wir alle haben ein gutes Ziel vor, und wir alle müssen den lieben Gott um den Erfolg dieses kirchlichen Unternehmen bitten. Machen wir es mittels der Fürsprache der seligen Gottes Mutter, unsere Liebfrauen die Virgen de los Vientos.
Nun will ich einige Úberlegungen und ein sehr kurzes Kommentar zum Evangelium nach Lukas, das wir heute in diesem siebten Sonntag der ordentlichen Zeit des liturgischen Jahres gehört haben, treiben.
Heute triff uns stark und herausforderend der Ruf Jesu: “Ihr aber sollt eure Feinde lieben und sollt Gutes tun und leihen, auch wo ihr nichts dafür erhoffen könnt” (Lk 6,35). Mit diesen Worten Jesu haben wir von ihm die Goldregel des christlichen Haldeln bekommen . Christus stellt uns vor einer schweren Herausforderung: “Auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden” (v.32). Im Judentum, einige religiöse Menschen und Persönlichkeiten in der Geschihte haben etwas ähnliches gesagt. Der grosse Rabbi Hillel forderte zur Liebe zu den Menschen auf; und andere Rabbinen nach Christus stehen unter der Wirkung der Worte Jesu. Auch in der griechischen Welt haben wir etwas ähnliches getroffen, das klingt: “Nicht mitzu hassen, mitzulieben bin ich da” (SOPHOKLES, Ant. 523). Aber, wie es gesagt wurde: “In keinem Falle ist der grundsätzliche und unbegrenzte Charakter des Gebotes Jesu erreicht. Es ist das Gebot an die Seliggepriesenen. Sie sind in ein neues Verhältnis zu Gott gestellt. Dieses neues Verhältniss zu Gott wird nun zum Grund eines neuen Verhältnisses zu den Menschen; und das nue Verhältniss zu den Menschen entspricht dem neuen Verhältnisses zu Gott” (W. GRUNDMANN, Das Evangelium nach Lukas, 91981, S. 147).
Es ist so gut gesagt, dass es nicht besser sagen kann. Die Worte Jesu sind so richtig ausgelegt, und gerade deshalb, weil das neue Verhältniss zu Gott, in den Jesu seine Hörer gestellt hat ist das schatologisches Verhältnis der Menschen zu Gott. In diesem Sinne Jesus Christus hat eine neue Fassung der goldenen Regel der Liebe zu dem Menschen erklärt: Es handelt sich nicht, wie bei den Juden und Heiden, um die Freunde zu lieben, und noch im positiven Sinne, um im Bereich des Rechtes zu bleiben, oder noch, um die Grundrechten des Nächtens zu bewahren. Es handelt sich vielbesser um eine neue Art der unbegrenzten Liebe und kostenlosen Liebe: was der Mensch vom Menschen will ist es noch “mehr, als vor Schaden bewahr zu bleiben:Deshalb soll er den anderen nicht nur nicht schädigen, sondern er soll ihm Liebe und Gemeinschaft schenken (...) Auf jeden Fall soll das Handeln des Menschen das Handeln Gottes abbilden. Dem Menschen, der ohne Beschränkung für den anderen, auch für den Feind, da ist, wolhtut und hingibt, wiederfährt Gnade; er empfängt grossen Lohn” (S.149).
Nun nach dieser Darstellung der Bergpredigt Jesu, könnten wir noch fragen warum es so ist; und die Antwort auf unsere Frage klingt in den selben Worten Jesu: “Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!” (v. 36). Das Abbild Gottes im Menschen hat seinen Grund in der Barmherzigkeit, in der handelt sich um die Vollkommenheit Gottes. Diese besteht nicht in das Recht, sonder in die Liebe, weil Gott Liebe ist. So lesen wir es in dem ersten Brief des Johannes: “Liebe Brüder, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe” (1 Joh 4,7-8). Die Liebe Gottes, erklärt das Johannesevangelium, ist uns offenbart in der Hingabe des Sohnes. “Gott hat so sehr die Welt geliebt, dass er seien einzigen Sohn hingab, damit jeder der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat” (Joh 3,15-16).
Diese unbegrenzte Liebe wurde im Altem Testament als Prophezei im Leben und Taten des Königs David dargestellt so wie in der ersten Lesung gehört haben. David war in dem Fall den König Saul, seinen Feind töten zu können, und David hat es nicht getan: “Da sagte Abischai zu David: ‘Heute hat Gott deinen Freind in deine Hand gegeben’ “ (1 Sam 26,8). Es ist so wahr: David spricht nicht über die unbegrenzteLiebe, sonder über die Sakralität des Gesalbten des Herrn, aber David ist vor als groszügiger König Israels und Vater der Dinastie vorgestellt, und so sein Handeln als Prophezei des Handeln des Davids Sohnes dargestellt. So wird einst Jerusalem Jesus jubeln: “Hosanna dem Sohn Davids!” (Mt 21, 15).
Liebe Brüder und Schwestern, Christus lädt uns heute zu der Liebe gegeneinander ein. Wir müssen die anderen lieben aber nicht wie die Mensche sich lieben, von Rechten und Interese motiviert, sonder wie Gott uns in Jesus Christus geliebt hat. Diese Liebe verwirklicht das Abbild Gottes in Menschen, und gibt unseren Nächsten das einzige Zeichen, das die Menschen zum Glauben motivieren kann. Die Hingabe Christi wird uns nahe in dieser Feier der Eucharistie, an der wir teilhaben wollen, um mit Christus für die Menschen Zeuge der Liebe Gottes zu sein.
Almería, der 22. Februar 2004
Parroquia de la SantísimaVirgen del Mar
Las Marinas (Roquetas de Mar)
+ Adolfo González Montes
Bischof von Almería |